{"id":239,"date":"2025-06-08T16:50:19","date_gmt":"2025-06-08T15:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/?p=239"},"modified":"2025-06-08T16:50:19","modified_gmt":"2025-06-08T15:50:19","slug":"die-saga-des-sprechenden-schaedels-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/die-saga-des-sprechenden-schaedels-2\/","title":{"rendered":"Die Saga des sprechenden Sch\u00e4dels (2)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bisher geschah<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist der Fr\u00fchling des Jahres 55 nach der Finsternis auf der Estlichen Welt. Die drei Jugendlichen Reeve, Chimia und Dalvenea bereiteten sich auf die Pilgerreise nach Timor vor. Diese gilt in der Region der sudlichen Leere als \u00dcbergangsritual zum Erwachsensein. Innerhalb dieser Vorbereitungen versuchen sie, gemeinsam mit Ikkirus, dem \u00f6rtlichen Gelehrten, ein Ansurum, einen goldenen Vogel zu finden. Sie finden ein Nest und k\u00f6nnen eine goldene Feder sichern. Vor der H\u00f6hle, die die Brutst\u00e4tte enth\u00e4lt, treffen sie auf eine weitere Jugendgruppe und es kommt nach einigen Provokationen der Gegenseite zu Handgreiflichkeiten, die Chimia mit ihren Kampfk\u00fcnsten beenden kann. Nach ihrer R\u00fcckkehr in ihren Heimatort Broscia muss die Gruppe allerdings feststellen, dass die anderen Jugendlichen eine g\u00e4nzlich andere Geschichte erz\u00e4hlen. Asta, die Dorf\u00e4lteste und Priesterin der Timoria, beschlie\u00dft daher, dass es besser w\u00e4re, wenn die drei Freunde ohne die gr\u00f6\u00dfere Gruppe aus dem Dorf die Reise fortsetzen, damit es zu keinen weiteren Streitigkeiten kommt, und am n\u00e4chsten Tage bereits aufbrechen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Abenteuer dieser Rollenspielrunde wurden in D\u00e4monenbote 112, Follow 462 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbruch<\/h3>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen trifft sich die Gruppe und bespricht ihr weiteres Vorgehen. Da ihre Abreise und damit der Beginn der eigentlichen Pilgerreise bevorsteht, entscheiden sie sich, ein letztes Mal mit Asta, der Dorf\u00e4ltesten, zu reden und sich zu verabschieden. Die Priesterin erkl\u00e4rt ihnen den groben Weg nach Timor. Der Stra\u00dfe nach Nor ungef\u00e4hr 5 Tage folgen, bis man in dem Ort Varase ist. Dort biegt man links ab, um nach Timor zu gelangen, denn w\u00fcrde man geradeaus weitergehen, so k\u00e4me man nach einem Monat in Greifenstein an. Dankend verabschiedet sich die Gruppe und Asta gibt abschlie\u00dfend einen Segen mit auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Drei beschlie\u00dfen nun, Rana, die Heilerin des Ortes, aufzusuchen. Immerhin soll sie dabei helfen, Ikkirus zu bes\u00e4nftigen. Schlie\u00dflich muss er die zu untersuchende Ansurumfeder einen Tag fr\u00fcher zur\u00fcckgeben als geplant. Als die \u00c4rztin nicht in ihrem Haus aufzufinden ist, schauen sie in der Taverne \u00bbGelber Esel\u00bb vorbei. Ist sie dort nicht vertreten, so kann man immerhin Zoglos befragen. Als Wirt h\u00f6rt man allerlei Tratsch und wei\u00df, um die Gewohnheiten seiner G\u00e4ste. Und so kommt es dann auch. Im Gespr\u00e4ch zwischen Dalvenea und Zoglos kommt heraus, dass sie um diese Uhrzeit durch das Dorf l\u00e4uft und nach den Alten schaut. Ebenso ergattert sie noch ein paar K\u00e4sest\u00fcckchen und eine angebissene Wurst. Bereichert mit Informationen und Proviant, dankt und empfiehlt sich die Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Dorfplatz in Richtung Ikkirus schreitend, trifft man in der Tat auf Rana. Sie begleitet die Gruppe zum Gelehrten, welcher die \u00c4rztin willig und die Truppe widerwillig hineinl\u00e4sst. Ikkirus serviert Tee und prahlt mit seinem Schaffen. Nach einer kleinen Diskussion, viel kleiner als gedacht, erh\u00e4lt die Gruppe die in Papier eingeschlagene Feder zur\u00fcck. Zus\u00e4tzlich dazu, die versprochenen M\u00fcnzen im Wert von zwei H\u00fchnern. Rana und Ikkirus erz\u00e4hlen noch von einem Hof, der einem alten Witwer, Julius, geh\u00f6rt. Dieser bringt gerne Pilgergruppen unter und sei zwei Tage von Broscia entfernt. Rana bittet uns, Gr\u00fc\u00dfe zu \u00fcberbringen. Nat\u00fcrlich stimmt die Gruppe zu und verabschiedet sich, den auff\u00e4llig unauff\u00e4lligen Dr\u00e4ngen von Ikkirus folgend.<br>Am sp\u00e4ten Morgen verlassen die Drei Broscia. Es ist ein lauer Fr\u00fchlingsmorgen, der perfekte Start ihrer Pilgerreise. Wie geraten, folgen sie der in die Jahre gekommene Stra\u00dfe nach Nor. Vorbei an Brachland und vereinzelten W\u00e4ldern, vergehen Tage ereignislos. Am Ende des zweiten Tages kommen sie an dem beschriebenen Geh\u00f6ft an. Es besteht aus mehreren Wohnh\u00e4usern, vielen Scheunen und Schuppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe geht zu einem Haus, in dem noch Licht brennt und klopft an. Ein Knecht macht die T\u00fcr auf und stellt sich als Leonidas vor. Chimia erkl\u00e4rt unsere Situation und fragt nach einem Schlafplatz. Dies verwirrt den Knecht, seien wir doch einen Tag fr\u00fcher angekommen als angenommen. Wir bieten an, auch bei der Arbeit zu helfen, sollten wir ungelegen kommen. Leonidas zieht sich zur\u00fcck, um den Umstand dem Gutsherren zu \u00fcberbringen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Einige Augenblicke sp\u00e4ter kehrt er zur\u00fcck und \u00fcberbringt uns die Nachricht, dass ein Schlafplatz kein Problem sei. Freudig begleitet die Drei den Knecht zur Scheune. Es wird sich unterhalten. Dabei kommt heraus, dass Ikkirus ein Schummler ist, der sich mit Julius mal um Geld geschritten hat. Ebenso wird gebeten, die Gr\u00fc\u00dfe von Rana an diese weiterzugeben. In der Scheune angekommen, zeigt Leonidas den Heuboden. Er gibt den Tipp, nicht das Wasser aus dem Bach zu trinken, da alle, die davon trinken, krank werden. Julius selbst, viele Knechte und auch das Vieh seien schon betroffen. Dalvenea erkennt, dass der Knecht ein Alkoholproblem hat und wohl deshalb nicht so beeinflusst von der Wasserkrise ist. Sie fragt ihn nach etwas Hochprozentigen. Dieser z\u00f6gert und stimmt schlie\u00dflich zu, \u00fcberredet durch ihre Attraktivit\u00e4t und ihr Auftreten. W\u00e4hrenddessen schaut sich Reeve um und sieht viel H\u00fchnerschiss. Die genaue Ursache ist f\u00fcr ihn unbekannt, doch h\u00e4ngt es wahrscheinlich mit dem Wasser zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Mitternacht klopft es an der T\u00fcr. Chimia schl\u00e4ft unbehelligt weiter. Doch Dalvenea wacht auf und weckt Reeve, damit er ihr R\u00fcckendeckung geben kann. Sie klettert herunter und \u00f6ffnet die T\u00fcr. Vor ihr steht Leonidas mit einer Flasche geg\u00e4rten \u00bbHoch\u00bbprozentigen. Er flirtet mit ihr und hat augenscheinlich gut einem im Tee. Dalvenea steigt ein und wickelt ihn elegant um den Finger; gerade ausreichend, dass er sich geschmeichelt f\u00fchlt, doch zu wenig das signalisiert, dass mehr gew\u00fcnscht ist. Kurz sp\u00e4ter ist er abgesch\u00fcttelt und Dalvenea steigt zur\u00fcck ins Bett. Reeve lacht sich ins F\u00e4ustchen und erntet einen b\u00f6sen Blick, bevor sich wieder zur Ruhe gelegt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wird die Gruppe mit den H\u00fchnern wach, welche mit uns die Scheune verlassen. Ein \u00e4lterer Herr kommt auf uns zu, gezeichnet durch Krankheit. Er stellt sich als Julius vor. Dalvenea lobt seinen Knecht Leonidas, der au\u00dferordentliche Gastfreundschaft bewiesen hat. Doch entgegen ihrer Erwartung ist er \u00fcberhaupt nicht begeistert. Dennoch bittet Julius, flussaufw\u00e4rts zu schauen, ob nicht irgendein Tier im Wasser verendet sei und der Grund f\u00fcr das schlechte Wasser sei. Hilfsbereit, wie die Gruppe eben ist, stimmen sie zu und laufen in Richtung Fluss. Schon einige Meter entfernt, h\u00f6ren sie die nun laute Stimme von Julius, die den Knecht anschreit und Anweisungen gibt, bevor er in sein Haus eintritt. Dalvenea schaut in Richtung Knecht und hebt die Hand zum Gru\u00dfe. Leonidas erwidert ihn, ehe er im Stall verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Herrin und der Herr des Waldes<\/h3>\n\n\n\n<p>Flussaufw\u00e4rts laufend, erreicht die Gruppe einen Wald. Hinein in das Dickicht, weiter dem Bach entlang, kommen sie gegen Mittag an einen gro\u00dfen Hirsch, der verwest im Wasser liegt. Mit vereinten Kr\u00e4ften ziehen das Tier heraus, wobei Verletzungen im Brustbereich zum Vorschein kommen. Wahrscheinlich ist es bei einem Revierkampf get\u00f6tet worden. Chimia will das Geweih mitnehmen, da es sicherlich einen Nutzen haben kann. Sie beginnt, den Kopf abzutrennen, was h\u00e4rtere Arbeit zu werden scheint, als bisher angenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Loona gibt Reeve ein Zeichen, etwas gewittert zu haben. Er scheint sich unauff\u00e4llig um und erkennt zwei kleine Gestalten, die sich im Schutz der B\u00e4ume und Geb\u00fcsche verstecken. Reeve fl\u00fcstert Dalvenea die Erkenntnis zu, woraufhin sie erwidert, dass es kitzelt und er nicht fl\u00fcstern soll. Er wiederholt es noch ein wenig lauter und wird prompt gestoppt durch ein \u00bbDoch nicht so laut, sonst h\u00f6ren sie es noch.\u00ab Perplex durch die Situation schaut Reeve Nea unbeeindruckt an, w\u00e4hrend sie sich diesmal ins F\u00e4ustchen lacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Scheinbar ziellos schlendern die beiden durch den Wald, lose entgegen der Gestalten. Die Finte erkennend, rennen die beiden Unbekannten davon. Geradewegs in Loonas Richtung, welche sich von hinten angeschlichen hat. Reeve rennt hinterher. Die Zwei erschrecken sich vor dem Wolf und bleiben stehen. Angekommen, entpuppen die beiden sich augenscheinlich als Kinder. Ein j\u00fcngerer ist um die 8 Jahre alt und eine \u00e4ltere um die 10 Jahre alt. Reeve ruft Loona zur\u00fcck, um guten Willen zu zeigen und gr\u00fc\u00dft freundlich. Der J\u00fcngere versteckt sich hinter der \u00c4lteren, die fragt, was wir hier machen. Reeve erwidert, dass er die gleiche Frage stellen k\u00f6nnte. \u00bbWir haben zuerst gefragt.\u00ab Geschlagen gegeben, erkl\u00e4rt Reeve, warum wir hier sind und gibt die Frage zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen beschreibt sich und ihren Begleiter als die Besitzer des Waldes, die Herrin und den Herr des Waldes. Reeve erz\u00e4hlt von unserer Absicht, den Menschen zu helfen, und deshalb den Hirsch verschoben haben. Die Herrin des Waldes gibt an, dass sie nichts damit zu tun h\u00e4tten, was mit dem Rotwild passiert sei. Dalvenea ist mittlerweile hinterhergekommen und sowohl sie als auch Reeve erkennen, dass in dieser Aussage eine L\u00fcge steckt. Die Unterhaltung entwickelt sich zu einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Julius, den Wald und den Tod, besonders den des Hirsches. Schlie\u00dflich mutiert es zu einem psychologischen und philosophischen Austausch \u00fcber die Bedeutung des Lebens und der Frage, ob ein Tier nach dem Tod noch ein Tier sei und damit zur Natur und dem Wald geh\u00f6re.<\/p>\n\n\n\n<p>Dalvenea macht sich mit ein paar Aussagen ziemlich unbeliebt. Zum Beispiel, dass sie zur\u00fcck zu Julius gehen w\u00fcrde, wenn es nochmal geschieht und sie verraten w\u00fcrde. Ihren taktischen Fehler erkennend, geht sie zur\u00fcck zu Chimia. Noch h\u00f6rend, wie Reeves Benehmen im Vergleich zu ihrem in den Himmel gelobt wird. Bei ihrer Freundin angekommen, warten sie gemeinsam, bis Reeve zur\u00fcckkehrt. Chimia hat mittlerweile den Kopf des Hirsches in der Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Reeve und die Herrin des Waldes reden weiter \u00fcber den Grund unseres Treibens und dar\u00fcber, wie er sie entdeckt hat. Sie fragt ihn, ob er Rat haben m\u00f6chte, und erholt seinen gedanklichen Fragenkatalog hervor. Getrieben von seiner Neugier versucht er, richtige Antworten \u00fcber die Begegnung und ihr Sein zu bekommen, doch bekommt nur R\u00e4tsel und wirres Gefasel. Reeve gibt auf und verabschiedet sich von den beiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei seinen Freunden angekommen, versucht er Chimia umzustimmen, den Kopf zur\u00fcckzulassen. Doch sie l\u00e4sst sich nicht beirren und beharrt darauf ihn mitzunehmen. So machen sie sich auf den R\u00fcckweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Weile wird der Kopf richtig schwer und Dalvenea hilft Chimia ihn zu tragen. Reeve l\u00e4uft ihnen hinterher. Bevor sie aus dem Wald heraustreten, dreht er sich noch einmal um. Er sieht die beiden Kinder, die die Hand zum Gru\u00df heben und anschlie\u00dfend wieder hinter den B\u00e4umen verschwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag erkennt die Gruppe das Geh\u00f6ft am Horizont. Rauchschwaden. Dalvenea und Chimia lassen sofort den Sch\u00e4del los und rennen. Reeve und Loona hinterher. 250 Schritte vom Geh\u00f6ft entfernt wird deutlich, dass zwei H\u00e4user in Flammen stehen. Noch einhundert Schritte und keine Menschenseele zu erkennen. Die Flammen scheinen sich nicht weiter auszubreiten. Der Windstille sei Dank. Die D\u00e4cher brennen. Sie geh\u00f6ren einem Lager und einem Schweinestall. Panisches, lautes Quieken. Dalvenea \u00f6ffnet die T\u00fcr und sofort ergreifen einige Schweine die Chance zur Flucht. Weitere sind bereits verendet. Reeve sucht nach der Ursache f\u00fcr das Feuer. Es ist f\u00fcr ihn \u00e4u\u00dferst verwunderlich, dass das Feuer schon lange zu brennen scheint, doch nicht weiter \u00fcbergreift. Einzig das Dach f\u00e4llt den Flammen zum Opfer. Die Grundfeste scheinen noch nicht komplett angegriffen worden zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachwehen eines \u00dcberfalls<\/h3>\n\n\n\n<p>Dalvenea macht sich auf den Weg zum Haupthaus, um zu alarmieren und Hilfe zu holen. Viele Spuren sind auf dem Boden zu erkennen. Merkw\u00fcrdig, wo doch niemand zu sehen ist. Sie l\u00e4sst ihren Blick streifen. Tats\u00e4chlich scheinen alle Geb\u00e4ude um den Rundplatz von au\u00dfen barrikadiert zu sein. Chimia ist ihrer Freundin dicht auf den Fersen. Tatkr\u00e4ftig versucht sie, den Stamm, der vor einer Haust\u00fcr gelegt worden ist, wegzuziehen. Nat\u00fcrlich mit Erfolg. Sie rei\u00dft die T\u00fcr auf. Leonidas liegt bewusstlos auf dem Boden. Eine frische Platzwunde auf seinem Kopf ist deutlich sichtbar. Chimia tut ihren Fund kund. Sogleich sucht sie einen Krug Wasser, um Leonidas zu wecken. Sie wird f\u00fcndig und wirft ihm das Wasser ins Gesicht. Kurz \u00f6ffnet er die Augen, bevor er in die Bewusstlosigkeit zur\u00fcckf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Reeve und Dalvenea lassen einen weiteren Blick \u00fcber den Hof schweifen und erkennen, dass dort einiges vorgefallen sein muss. Viele Fu\u00dfspuren, durcheinander und in alle Richtungen zeigend. Menschen, Hufe, aber auch Wolfspfoten haben ihren Abdruck hinterlassen. Die T\u00fcr des H\u00fchnerstalls, in dem die Gruppe schlief, ist weit offen. Federn liegen wild herum. Sich auf sein Geschick als J\u00e4ger verlassend, untersucht Reeve die Sp\u00fcren genauer. F\u00fcr ihn wird deutlich, dass die Spuren schlussendlich nach Nor zu gehen scheinen und zu einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Haus ganz im Nor des Hofes werden Hilferufe laut. Gemeinsam rennen die Drei hin\u00fcber. Reeve hievt den Baumstamm zur Seite, als w\u00e4re es nichts. Er \u00f6ffnet die T\u00fcr und entgegen kommt eine alte Frau. Sie berichtet aufgeregt, dass kurz nachdem wir aufgebrochen sind, eine Gruppe kam. Mittlerweile seien sie aber wieder verschwunden. An ihre Mitmenschen denkend, l\u00e4uft die Frau zu dem n\u00e4chstgelegenen Haus. Reeve hilft ihr auch diese Barrikade aufzuheben. Dalvenea und Chimia tun es ihnen gleich. So werden nach und nach alle Baumst\u00e4mme entfernt und die Menschen aus ihren H\u00e4usern befreit. Gl\u00fccklicherweise ist niemand schwerer verletzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Interaktion mit den Bewohnern des Hofes f\u00e4llt auf, dass es neben den Erwachsenen auch ein, zwei Kleinkinder und einen S\u00e4ugling gibt. Es herrscht aber eine seltsame Altersstruktur. Die Bev\u00f6lkerung von gut zwanzig Leuten ist ersch\u00f6pft und angeschlagen. Zuletzt wird das Haus von Julius befreit. Die Gruppe kommt nicht umhin zu denken, warum gerade er als letztes befreit wird. Doch Julius selbst ist nicht aufzufinden, nur seine Magd. Diese erz\u00e4hlt, dass Julius von der Bande mitgenommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Knechte sind beisammen und k\u00fcmmern sich darum, dass das Feuer nicht weiter \u00fcbergreift. Mit Wassereimern bewaffnet, schauen sie den Feuern zu, und stellen sicher, dass es kontrolliert abbrennt. Andere erfassen den Verlust von Vorr\u00e4ten und Tieren und sammeln die entlaufenen Schweine wieder ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam schauen sich Reeve, Dalvenea und Chimia die Spuren an. Es scheinen zwei unbeschlagene, aber vermutlich berittene Ponys oder Pferde zu sein, die sehr schnell unterwegs waren. F\u00fcnf bis acht Menschen sind zu Fu\u00df vom Wald im Suden und sp\u00e4ter nach Nor \u00fcber die Br\u00fccke gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Menschen die H\u00e4user und St\u00e4lle durchschauten, sammeln sie sich vor ihren Wohnh\u00e4usern. Einige Knechte schneiden aus den noch guten Teilen der verbrannten Schweine das Fleisch. Dalvenea und Chimia fragen freundlich nach, ob sie helfen k\u00f6nnen. Ihre Hilfsbereitschaft wird unh\u00f6flich und misstrauisch abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schultern zuckend treffen sie wieder auf Reeve und werden prompt von Leonidas konfrontiert, ob sie nicht auch zur Bande geh\u00f6ren. Chimia erkl\u00e4rt die Situation und die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Er scheint seinen Zweifel abzulegen und erz\u00e4hlt, dass alles sehr schnell ging. Kaum hatte er die Unholde gesehen, hatte er auch schon einen Kn\u00fcppel \u00fcber den Kopf gezogen bekommen. Weiterhin berichtet Chimia, dass Julius mitgenommen wurde. Leonidas schnauft und schiebt die Schuld f\u00fcr den ganzen Schlamassel auf Julius selbst. Er h\u00e4tte Waisenkinder weggeschickt. Winter f\u00fcr Winter mussten welche gehen. Dies sei nun die Rache.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sohn von Julius, Jaros, mit anderen Knechten auf dem Weg nach Varase, um G\u00fcter zu verkaufen. Die Gruppe bietet ihre Hilfe an, doch ist noch nicht bekannt, wo genau geholfen werden kann. Vielleicht k\u00f6nnte die Hauptgruppe der Pilger aus Broscia am kommenden Tage helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Reeve erw\u00e4hnt im Gespr\u00e4ch mit Leonidas die Begegnung mit den Kindern, der Herrin und dem Herrn des Waldes. Mutma\u00dflich k\u00f6nnten diese auch von einem anderen Hof stammen, der ebenfalls Kinder fortschickt, wenn die Nahrung nicht ausreicht. Der Knecht gibt den Rat, auf dem weiteren Weg Vorsicht walten zu lassen. Auch bittet er die Gruppe, in Varase \u00fcber den Vorfall zu berichten oder davon auch den Toku zu erz\u00e4hlen, sollte man auf welche treffen. Nat\u00fcrlich wird dem zugestimmt. Leonidas wird wacklig auf den Beinen und Dalvenea hilft ihm, sich hinzusetzen. Um das Gespr\u00e4ch auf einen positiven Abschluss zu bringen, fragt er, was wir denn als Gabe dabei haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Chimia, die sich zwischendurch aus der Aff\u00e4re gezogen hatte, um ihren Sch\u00e4del zu holen, ist mittlerweile wieder da und zeigt ihn stolz hoch. \u00bbIch m\u00f6chte es hiermit probieren\u00bb. Dalvenea erg\u00e4nzt: \u00bbUnd ein paar Daunen und eine Feder eines Ansurum.\u00ab Der Knecht staunt nicht schlecht. Er selbst hat nur durch Geschichten von diesem Vogel geh\u00f6rt. Abschlie\u00dfend w\u00fcnscht er viel Erfolg und dr\u00fcckt uns die Daumen, dass wir sicher zum Ziel gelangen. Nach der Verabschiedung reist die Gruppe in Richtung Nor, dem Weg entlang zum weiteren Zwischenziel Varase. Mit einem letzten Blick zur\u00fcck sieht Dalvenea noch Leonidas, der bereits zusammengesackt und eingeschlafen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ankunft in Varase<\/h3>\n\n\n\n<p>Dalvenea und Chimia sind neben der Spur &#8211; im wahrsten Sinne. Reeve h\u00e4lt sie auf der Stra\u00dfe und sorgt daf\u00fcr, dass die Gruppe sicher in Varase ankommt. Am Vormittag des \u00fcbern\u00e4chsten Tages ist es soweit. Vor ihnen erstreckt sich eine Siedlung, dreimal gr\u00f6\u00dfer als ihr Heimatdorf Broscia. Deutlich st\u00e4dtischer mit vielen Geb\u00e4uden neuerer Bauart. Wenige Bauernh\u00f6fe sind zu erblicken, daf\u00fcr viele Schmieden und Kneipen. Spezialisierte H\u00e4ndler bieten ihre Waren an, es herrscht reges Treiben. Varase lebt durch die Stra\u00dfe, an der es liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist beschlossene Sache, den Sohn von Julius zu finden. Aber wie hie\u00df er nochmal? Wie sieht er aus? Ohne Informationen schlendert die Gruppe tiefer in die kleine Stadt. Er m\u00fcsse sicherlich auf dem Markt zu finden sein, immerhin sollte er G\u00fcter des Hofes verkaufen. Geschickt bastelt Reeve aus einem Seil eine behelfsm\u00e4\u00dfige Leine f\u00fcr Loona. Dennoch gehen die Bewohner ihnen aus dem Weg und holen die Kinder rein. Immerhin meiden sie nur und werden nicht feindselig. Schlie\u00dflich kommt die Gruppe auf einem Marktplatz an, es ist nur wenig los. Die ersten Marktst\u00e4nde sind aufgebaut und s\u00e4umen den Platz vor einem gro\u00dfen Geb\u00e4ude, das eine Mischung aus Rathaus, Tempel und Stadtwache zu sein scheint. Eine Traube von Jugendlichen steht vor einem Altar und wohnt einer Andacht bei. Chimia tritt n\u00e4her an die Menge heran und l\u00e4sst Dalvenea abgesprochener Weise mit dem Sch\u00e4del in der Hand zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie h\u00f6rt die Sage von Timoria. Ja, diese Geschichte kannte sie sehr gut. Bekommt man sie doch immer wieder von den Priesterinnen zu h\u00f6ren. Doch der Erz\u00e4hlende vor ihr war ein Mann in farblich passenden Gew\u00e4ndern. Wie kann das sein? Nur Frauen konnten Priesterinnen von Timoria werden. Von Priestern hatte Chimia noch nie etwas geh\u00f6rt. Seltsam.<br>Seine engelsgleiche Stimme und sein attraktives Aussehen zog die Masse wahrlich in den Bann. Gerade die erste Reihe hing f\u00f6rmlich an seinen Lippen. Chimia hatte genug von dem Gerede, alles altbekannt. Sie kehrt zur Gruppe zur\u00fcck und erz\u00e4hlt, was sie ersp\u00e4hen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war Zeit sich, der Aufgabe zu widmen. Die Gruppe steuerte den erstbesten Stand an. Er geh\u00f6rte einer \u00e4lteren Frau, die Stoffe anbot. Sie wirbt f\u00fcr verschiedene Farben, Arten und auch kleinere Kleidungsst\u00fccke wie Kopft\u00fccher, nat\u00fcrlich thematisch mit der Pilgerreise abgestimmt. Doch nachdem Dalvenea alle Angebote ablehnt und nur nach Informationen \u00fcber den Sohn von Julius fragt, schickt sie uns ohne weiteres Wenn und Aber eingeschnappt einen Stand weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mann, der Leder verkauft. Der Ehemann der Stoffh\u00e4ndlerin. Wie passend. Nachdem wir ihm unsere Erlebnisse auf dem Hof schilderten, wird er redselig. Julius Sohn hei\u00dft Jaros. Jeder Besuch spielt sich gleich ab. Er verkauft sein Gut, geht mit H\u00e4ndlern einen trinken, am n\u00e4chsten Morgen kauft er Waren und zieht los gen Heimat. Der Lederh\u00e4ndler deutet auf eine Richtung und erkl\u00e4rt, dass dort das Haus sei, in dem Jaros unterkommt. Doch bevor sich bedankt und losgezogen werden kann, bietet der Verk\u00e4ufer einen Handel an, den Sch\u00e4del gegen eine seiner besten Taschen. Chimia lehnt ab. Ihr Sch\u00e4del bleibt bei uns. Da kann noch so ein gutes Angebot kommen. Im Gegensatz zu seiner Frau reagiert er gelassen auf die Ablehnung seines Gesch\u00e4ftssinnes. Die Gruppe bedankt sich und geht zielstrebig in die Richtung, die der H\u00e4ndler zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine schmale Gasse f\u00fchrt die Freunde zu einem weiteren gro\u00dfen Haus. Nicht ann\u00e4hernd so gro\u00df wie das Amtsgeb\u00e4ude, doch wesentlich gr\u00f6\u00dfer als manch anderes. Die Zindeln aus Schiefer auf dem Dach stehen im Kontrast zu den Strohd\u00e4chern, die die meisten H\u00e4user kr\u00f6nen. Ein gro\u00dfes Eingangsschild, welches von Chimia und Reeve gelesen werden kann: \u00bbZum lachenden Barden.\u00ab Dalvenea erfreut sich derweil am Piktogramm einer l\u00e4chelnden Person mit Laute in der Hand. Es ist ein lauer Fr\u00fchlingsmorgen, keine Wolken und Sonnenschein. So macht es Chimia und Reeve nichts aus, dass sie drau\u00dfen warten m\u00fcssen. Die eine, mit einem Sch\u00e4del in der Hand. Der andere, mit Loona an der Leine. Dalvenea k\u00f6nne eh besser mit Menschen, sagen sie.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im Lachenden Barden<\/h3>\n\n\n\n<p>So tritt sie ein. Der stechende Geruch von hartem Alkohol und endloser Suppe steigt ihr in die Nase. Eine blonde Bardame steht am Tresen und l\u00e4chelt Dalvenea an. Diese schenkt ihr sch\u00f6nstes L\u00e4cheln und tritt n\u00e4her an sie heran. \u00bbWas kann ich f\u00fcr dich tun?\u00ab, fragt sie h\u00f6flich und f\u00fcgt streng hinzu: \u00bbHarten Alkohol gibt es nicht f\u00fcr Minderj\u00e4hrige.\u00ab<br>\u00bbDanach bin ich auch gar nicht auf der Suche.\u00ab erkl\u00e4rt Dalvenea.<br>\u00bbOh, dann ist ja gut. Du glaubst nicht, wie viele Pilgernde hier ihr erstes Mal haben wollen. Das macht immer einen \u00c4rger.\u00ab<br>\u00bbDas klingt nervenaufreibend.\u00ab<br>\u00bbJa, das ist es. Also, was kann ich dann f\u00fcr dich tun?\u00ab<br>Dalvenea erz\u00e4hlt vom Hof, vom \u00dcberfall und von ihrer Suche nach Jaros, um die Neuigkeiten zu \u00fcberbringen.<br>\u00bbDer Jaros. Ja, der ist hier untergebracht. Vor einer halben Stunde habe ich versucht, ihn zu wecken. Wahrscheinlich hat er sich aber wieder umgedreht.\u00ab<br>Bei diesen Worten erschallt ein Poltern. Ein junger Mann, einige Jahre \u00e4lter als Nea, schleppt sich die Treppen herunter.<br>\u00bbWie passend. Das ist Jaros. Soll ich ihn heranrufen?\u00ab, bietet die Bardame an.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbGleich, gerne. Vorher nur kurz, muss ich etwas wissen?\u00ab fragt Dalvenea sicherheitshalber. \u00bbEr vertr\u00e4gt nicht sehr viel Akohol und ist sehr aufbrausend. Sollte zurzeit also nicht die beste Laune haben.\u00ab<br>\u00bbVielen Dank.\u00ab<br>Und so ruft die Frau Jaros heran. Er folgt ihrem Ruf und verlangt nach etwas zu trinken, er habe Kopfweh. Sie schenkt ihm Wasser ein, was Jaros sichtlich sauer aufst\u00f6\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wendet sich zu Nea, die vor ihm steht und auf eine M\u00f6glichkeit wartet, sich in das Gespr\u00e4ch einzubringen. \u00bbWas willst denn du?\u00ab sagt Jaros schroff. Die Gelegenheit nutzend erz\u00e4hlt sie, wie sie und ihre Freunde darauf aufmerksam wurden, dass der Hof seines Vaters \u00fcberfallen wurde.<br>Entsetzt stammelt Jaros: \u00bbWer macht denn sowas?\u00ab<br>\u00bbKeine Ahnung.. Es waren wohl um die zehn Leute, hatten auch Pferde. Sie haben Tiere und die meisten Vorr\u00e4te mitgenommen.\u00ab<br>\u00bbGeht es den Leuten gut? Ist ihnen etwas passiert?\u00ab<br>\u00bbSoweit nicht. Au\u00dfer, au\u00dfer deinem Vater, er wurde entf\u00fchrt\u00ab, er\u00f6ffnet Dalvenea.<br>Jaros ist still. Sein Schweigen erdr\u00fcckt den Raum. Mit einem Mal steht er ruckartig auf. Er holt einige M\u00fcnzen hervor und donnert sie auf den Tresen, begleitet von einem schroffen \u00bbStimmt so?\u00ab. Noch schwankend auf den Fu\u00dfen schleift er sich den Weg, die Treppe empor. Dalvenea will noch hinter rufen, dass er sich ausruhen soll, um eine bessere Hilfe sein zu k\u00f6nnen, Doch da war es schon zu sp\u00e4t. Er ist bereits au\u00dfer Reichweite.<br>\u00bbIch sag ja, er ist aufbrausend.\u00ab<br>\u00bbIch habe es mir schlimmer vorgestellt\u00ab, erwidert Dalvenea und bedankt sich erneut. Ein kalter Schauer \u00fcberl\u00e4uft ihren R\u00fccken. Die Erinnerungen an einschneidende Ereignisse schieben sich hoch. Doch sie sch\u00fcttelt den Kopf, um sich von ihnen frei zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen warten drau\u00dfen Chimia und Reeve entspannt und genie\u00dfen die Ruhe. Nach einer kurzen Weile kommt der Prediger vom Markt auf sie zu und bleibt vor ihnen stehen. Er merkt an, dass er sie bei der Predigt vermisst und uns noch nie gesehen hat. Reeve entgegnet, dass ein Mann in diesem Gewand un\u00fcblich ist. Woraufhin der Prediger erkl\u00e4rt, dass er ein Wanderpriester sei, der sich zur Aufgabe gemacht habe, den Leuten von seinen Erlebnissen zu erz\u00e4hlen. Er behauptet, dass Timoria ihm erschienen ist, als er sich verlaufen hat, und ihn den richtigen Pfad entlang geleitet hat. Im Weiteren wird bekannt, dass er von Greifenstein kommt und dass sein Name Tonius sei. Chimia erw\u00e4hnt, dass wir aus der entgegengesetzten Richtung kommen &#8211; aus Sud, genauer genommen Broscia. Im Verlauf des Gespr\u00e4ches beugt sich Tonius herunter, um Loona hinter dem Ohr zu streicheln. Sie vertraut ihm direkt und l\u00e4sst es ohne Probleme zu. Er bietet uns an, uns auf dem Weg nach Timor zu begleiten, da die Stadt auch das Ziel seiner Reise ist. \u00dcberzeugt von seiner freundlichen Art und der Tierliebe, die er Loona entgegengebracht hat, stimmen die beiden zu. Tonius freut sich und berichtet, noch kurz seine Sachen aus dem Wirtshaus holen zu m\u00fcssen. Das ist nat\u00fcrlich kein Problem, immerhin warten die beiden noch auf ihre Freundin.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mann betritt den Raum. Es wirkt als w\u00fcrde er die Umgebung erhellen. Er l\u00e4chelt der Bardame und Dalvenea zu und schreitet die Treppen empor.<br>\u00bbWer ist dieser h\u00fcbsche Mann?\u00ab<br>\u00bbDas ist Tonius\u00ab, schw\u00e4rmt die Bardame: \u00bbEr kam vor einigen Tagen hierher und seitdem suche ich nach einer Gelegenheit, ihn n\u00e4her kennenzulernen. Gestern Abend spielte er auf einer Laute und hat gesungen. Ein heiliger Klang. Er macht einem das Herz so leicht. Unbeschreiblich.\u00ab<br>\u00bbDas h\u00e4tte ich gerne geh\u00f6rt. Seine Pr\u00e4senz alleine l\u00e4sst einen butterweich f\u00fchlen\u00ab, erg\u00e4nzt Dalvenea. Die beiden schw\u00e4rmen weiter. Ungest\u00f6rt durch Jaros, der nach drau\u00dfen st\u00fcrmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alarmiert kommt Chimia herein und schafft es, das Gespr\u00e4ch zu unterbrechen.<br>\u00bbIst alles in Ordnung? Da kam gerade jemand herausgerannt. So hektisch. Einfach verd\u00e4chtig.\u00ab<br>\u00bbOh, das war wohl der Jaros, der Sohn von Julius. Er scheint so schnell wie m\u00f6glich loszuwollen. Keine Sorge\u00ab, erkl\u00e4rt Dalvenea.<br>\u00bbDann ist ja gut. \u00dcbrigens, der Priester kommt mit uns mit nach Timor. Komm\u2019 raus, sobald du hier fertig bist.\u00ab<br>Mit diesen Worten verl\u00e4sst Chimia das Geb\u00e4ude und Dalvenea dreht sich zur\u00fcck zur Barfrau. Ein breites Grinsen im Gesicht: \u00bbWas f\u00fcr ein Gl\u00fcck ich habe!\u00bb Den traurigen Blick erfassend, f\u00fcgt sie hinzu: \u00bbKeine Sorge! Auf dem R\u00fcckweg kommt er hier sicherlich auch vorbei, dann hast du deine Chance f\u00fcr etwas mehr Zeit.\u00ab Die beiden Frauen schenken sich aufmunternde Worte.<\/p>\n\n\n\n<p>Tonius durchquert den Raum zum Tresen. Verabschiedet sich ausschweifend und legt mehr als genug Geld auf den Tresen. Ein \u00e4u\u00dferst gutes Trinkgeld f\u00fcr die Holde hinter dem Tresen. \u00bbAuf Wiedersehen!\u00ab. Er kehrt um und tritt hinaus ins Freie. Dalvenea bedankt sich ein letztes Mal bei ihrer neuen Freundin und folgt ihm nach drau\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Prediger m\u00f6chte noch Vorr\u00e4te f\u00fcr den Weg kaufen und beschreibt der Gruppe einen Treffpunkt. Da sie nichts brauchen, gehen sie direkt dorthin und erz\u00e4hlen sich, was ihnen jeweils passiert ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tonius, ein neuer Weggef\u00e4hrte<\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter kommt Tonius vom Einkaufen zur\u00fcck. Er zeigt stolz seine neue Tasche, die Chimia vom Lederh\u00e4ndler kennt, und gibt der Gruppe ein Geschenk: Kopft\u00fccher f\u00fcr uns und ein Halstuch f\u00fcr Loona. Alle Leute seien so nett zu ihm gewesen, die Stadt gef\u00e4llt ihm. Am fr\u00fchen Nachmittag macht sich die Gruppe auf in Richtung Timor.<\/p>\n\n\n\n<p>Dalvenea bittet Chimia den Sch\u00e4del f\u00fcr einige Zeit alleine zu tragen, da sie sich zu Tonius gesellen m\u00f6chte, um etwas zu plaudern. Netterweise stimmt sie zu und so l\u00e4sst Nea sich etwas zur\u00fcckfallen, um auf Tonius H\u00f6he zu kommen. Nach einem anf\u00e4nglichen Gespr\u00e4ch \u00fcber das Wetter fragt er nach ihrer Vergangenheit; wie die Narbe, die ihre rechte Wange ziert, entstanden ist. Nea antwortet z\u00f6gerlich. Sie m\u00f6chte sich nicht in die Situation zur\u00fcckversetzen. Sie macht es kurz: \u00bbJemand hat es nicht ertragen, dass jemand h\u00fcbsches Nein gesagt hat und wollte es f\u00fcr immer ruinieren.\u00ab Tonius Blick wird traurig, als wolle er sich f\u00fcr sein Geschlecht entschuldigen und legt ihr beruhigend seine Hand auf die Schulter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nea bringt ein leises \u00bbDanke\u00bb hervor und fragt ihn schlie\u00dflich nach seiner Vergangenheit. Auch er scheint mit der Vergangenheit zu k\u00e4mpfen. Er nahm am Krieg der kleinen V\u00f6lker vor zw\u00f6lf Jahren teil. Die Auseinandersetzungen w\u00fcten schon seit mehr als zwanzig Jahren. Zwar mit Unterbrechungen, aber was sind sie schon wirklich wert, wenn es kein Ende gibt? Tonius ist sichtlich traumatisiert von seinen Erfahrungen im Krieg. Dalvenea legt ihm ihre Hand auf die Schulter und versucht es mit aufmunternden Worten: \u00bbEine solche Reise wie wir sie nun erleben, sind Lichtblicke im Leben. Wir m\u00fcssen uns darauf konzentrieren.\u00ab Dankend schenkt Tonius ihr ein L\u00e4cheln. Dann schlie\u00dfen Chimia und Reeve auf, um \u00fcber die bisherige Reise zu sprechen und \u00fcber Ikkirus Eigenarten zu l\u00e4stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfende Worte<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit von den weiteren Abenteuern von Reeve, Chimia und Dalvenea. Wie wird ihre Reise mit Tonius nach Timor verlaufen? Wird der Greifensch\u00e4del dank ihrer Opfergabe sprechen? Wir finden es heraus und hoffen, davon berichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 Was bisher geschah Es ist der Fr\u00fchling des Jahres 55 nach der Finsternis auf der Estlichen Welt. Die drei Jugendlichen Reeve, Chimia und Dalvenea bereiteten sich auf die Pilgerreise nach Timor vor. 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