{"id":166,"date":"2021-02-04T21:34:02","date_gmt":"2021-02-04T20:34:02","guid":{"rendered":"http:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/?p=166"},"modified":"2021-02-04T21:34:02","modified_gmt":"2021-02-04T20:34:02","slug":"greifenruecken-und-greifenleere-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/greifenruecken-und-greifenleere-1\/","title":{"rendered":"Greifenr\u00fccken und Greifenleere -1-"},"content":{"rendered":"\n<p>J\u00f6rg Meierotte<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u00bbAuf der Westlichen Welt wurde der Fehler gemacht, dass alle, die dort mit ihren Magiragruppen begonnen haben, auf eine geschichts- und damit gesichtslose Landmasse stie\u00dfen. Auf der Alten Welt hingegen wurde nach der Finsternis mit bereits vorab verteilten Reichen begonnen. Dadurch erhielten die einzelnen Magiragruppen die M\u00f6glichkeit, ihren Reichen eine Vorgeschichte einschlie\u00dflich Legenden, Sagen und \u00e4hnlichem zu geben. Dies d\u00fcrfte unter anderem einer der Gr\u00fcnde sein, warum die Alte Welt f\u00fcr viele attraktiver ist &#8211; oder zumindest gewesen ist &#8211; als die Westliche Welt. Die Magiragruppen, die auf der \u00d6stlichen Welt beginnen, sollten diesen Fehler nicht wiederholen, sondern bereits mit einem Reich beginnen.\u00ab<\/em><\/p><cite>Matthias Bogenschneider, Armageddon-Nachrichten 30, Follow 342, 1994<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Um die Notwendigkeit der folgenden Abfassung zu verdeutlichen, habe ich ganz bewusst dieses Zitat von Matthias Bogenschneider gew\u00e4hlt und an den Anfang gesetzt. Es warnt nach Erfahrungen mit der Yddia deutlich davor, bei der Erstellung neuer magiranischer Welten die Vorgeschichte dieser Welten zu vernachl\u00e4ssigen beziehungsweise auszuklammern. Ich will damit nicht sagen, dass diese Fehler auf der Estlichen Welt wiederholt oder auf der Weslichen Welt gar gemacht wurden. Dort, wo aktive Magiragruppen die L\u00e4ndereien \u00fcbernahmen, finden wir heute die erarbeiteten Hintergr\u00fcnde die einen enzyklop\u00e4dischen Rahmen schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist allerdings nicht f\u00fcr alle Regionen der Fall, beispielsweise in der Startregion des Greifen im Ydd des Kontinents, was an der Inaktivit\u00e4t der dort beginnenden Magiragruppe lag, deren Gebiet z\u00fcgig noch im letzten Jahrtausend unter den Nachbarn aufgeteilt oder an neue Spieler abgetreten wurde.<br>&nbsp;<br>Heute finden wir als Horde der Finsternis, nun in diesem Gebiet ans\u00e4ssig, eine Situation vor, in der nichts beschrieben ist. Die St\u00e4dte, die wir eingenommen haben, wurden von anderen Spielern liebevoll Hurenst\u00e4dte genannt, auch wenn sie hin und wieder kulturspezifische oder gar unsinnige Namen bekamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Text beginnt mit der notwendigen Grundlagenarbeit, um diese Gegend nicht nur mit Zinnfiguren, sondern auch mit Fantasie bespielen zu k\u00f6nnen. Er mag vielleicht nicht sonderlich lang sein, doch stecken darin viele Stunden der Recherche. Alte Spielberichte wurden gesichtet, Clanletter verschiedener Clans aus verschiedenen Zeiten durchforstet, EWS-Protokolle nachvollzogen. Auf der einen Seite war es eine interessante Spurensuche durch 25 Jahre Geschichte der Estlichen Welt, auf der anderen Seite war es ern\u00fcchternd wie wenig Material tats\u00e4chlich vorhanden und in welchem Ma\u00dfe es verstreut war.<br>Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdr\u00fccklich bei Wolfgang Scheyrer und Hermann Schmid, die geduldig bei jeder meiner Fragen hilfreich zur Seite standen. Ihr erm\u00f6glicht es, dass wir dieser Region Hintergrund, Legenden, Geschichten und Charakter geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/grafik-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"655\" src=\"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-168\" srcset=\"https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/grafik-1.png 600w, https:\/\/horde-der-finsternis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/grafik-1-275x300.png 275w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>Teil I &#8211; Vor der Finsternis bis zum Verschwinden des Nebels<\/h2>\n\n\n\n<p><br>Diese Schrift behandelt die Geschichte der Region namens Greifenr\u00fccken, ein Hoch- und Bergland umfassender, sich von Nor nach Sud erstreckender, das norliche Tiefland der Estlichen Welt trennender Gebirgszug, sowie des sich von dort aus bis zum weslich liegenden Hagansgolf erstreckende Tiefland, genannt Greifenleere, welches sich im Sud bis zum Sangu-Delta sowie im Mir bis zum Hochland Rudravid. Auch behandelt sie die Insel Litaria.<br>Sie umfasst dabei sowohl geographische, enzyklop\u00e4dische als auch politische Bestandteile und soll dadurch einen allgemeinen \u00dcberblick bieten.<br>Urbev\u00f6lkerung, deren Lebensform und die Ereignisse vor der Finsternis<br>\u00dcber die menschliche Urbev\u00f6lkerung vor der Finsternis wissen wir heute nur noch wenig. Laut verschiedenen Quellen waren sie von gelblicher Hautfarbe und lebten als Nomaden in einer Stammes- und Sippenstruktur. Sie zogen mit ihren Tierherden durch die Weite der Ebenen, auch wenn an den K\u00fcstengebieten Fischerei oder das Sammeln von Muscheln nicht un\u00fcblich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorkommen verschiedener Ressourcen wie Steine, Kupfer und Zinn sowie die aufkommende Landwirtschaft, die die wachsende Bev\u00f6lkerung besser ern\u00e4hren konnte, f\u00fchrte zu ersten Siedlungen, auf den h\u00f6heren Gebieten des Greifenr\u00fcckens und des Rudravid sogar kleinere St\u00e4dte, deren Lage und Bedeutung heute in Vergessenheit geraten ist. Eine Ausnahme bildet die Stadt Meggoddin, die die Wolsi heute Megg Addon nennen. Die Besiedlung dieser Gegend kann bis vor der Finsternis zur\u00fcckverfolgt werden.<br>So lebte die Bev\u00f6lkerung bis zum Jahre 1047 nach Kreos. In diesem Jahr durchzogen Truppen des L\u00f6wenreiches, welches bereits auf der Alten Welt eine enorme Gr\u00f6\u00dfe erreicht hatte, die beschriebenen Gebiete und verstanden die Region als Teil der Kolonie \u203aNeu-Wolsan\u2039, die weitaus gr\u00f6\u00dfer war als der Greifenr\u00fccken und seine Umgebung. Dies gelang ihnen im Besonderen durch ihren Organisationsgrad sowie ihre technische \u00dcberlegenheit, denn sie nutzten beispielsweise bereits Waffen aus Eisen.<br>Neben den Wolsi sind zwei weitere V\u00f6lker f\u00fcr die Zeit nach der Landnahme des L\u00f6wen bis zum Einbruch der Finsternis im B\u00e4renmond 1050 nK f\u00fcr diese Region von Bedeutung: Die Atharer und die Golonen.<br>Die Atharer unter ihrem Herrscher Athar Uthar waren kein Volk der Estlichen Welt. Im Jahre 1047 nK lebten sie f\u00fcr kurze Zeit in der Region um die Stadt Priem im Wald von Valusien. 1048 nK gaben sie diese Gebiete auf, um im Austausch mit Taurinderehus IV von Galusien Schiffe und Kriegsmaterialien zu erhalten. Diese nutzten sie, um in die Region des Greifenr\u00fcckens einzufallen und diese 1049 nK vom L\u00f6wen zu erobern, denn sie waren zu Beginn des so genannten \u00d6stlichen Weltkrieges zuerst Teil der Wolfsliga, die gegen die \u00dcbermacht der Wolsi k\u00e4mpfte. In dieser Zeit fiel bei der so genannten \u00bbHagelschlacht\u00ab auch Athar Uthar. Leider k\u00f6nnen wir heute nicht mehr nachvollziehen wo genau diese sagenumwobene Schlacht stattgefunden hat. Sein Nachfolger, Azal Khri II, wechselte die Seite, sodass die Atharer nun in der L\u00f6wenunion gegen die Wolfsliga k\u00e4mpften. Die Golonen unter ihrem Seek\u00f6nig Hagan waren ebenfalls kein Volk der Estlichen Welt. Aus dem Nor kommend, betraten ihre Recken 1049 nK in der N\u00e4he des heutigen Ashkalin die Estliche Welt. Als Teil der L\u00f6wenunion bewegten sie sich in die Region estlich und mirlich des Greifenr\u00fcckens und trafen dort auf die Soghiden um Wardan Chudah sowie die Etlandwali, mit denen sie sich vorerst belauerten. Auch das Volk der Atharer bewegte sich in diese Region und lie\u00df das Tiefland weslich des R\u00fcckens zur\u00fcck, in welches nun wieder die Wolsi f\u00fcr kurze Zeit vordringen konnten.<br>1050 nK ging in die Geschichte Magiras ein als jenes Jahr, in dem die Finsternis \u00fcber alle V\u00f6lker hereinbrechen sollte. Doch bevor dies geschah, \u00fcbte Seek\u00f6nig Hagan Verrat an der L\u00f6wenunion und wechselte zur Wolfsliga. Seine Golonen konnten gemeinsam mit den Etlandwali und den Soghiden die Atharer vernichten. Im Anschluss entrissen sie die Region um den Greifenr\u00fccken den Wolsi, welche ihre Kr\u00e4fte f\u00fcr die Eroberung der Stadt Priem konzentrierten. So kam es, dass zum Ende dieses vorfinsterlichen Zeitalters die Golonen neben den oben beschriebenen Ureinwohnern in der Region um den Greifenr\u00fccken lebten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">W\u00e4hrend der Finsternis: Drei V\u00f6lker verschmelzen zu Einem<\/h3>\n\n\n\n<p>Seek\u00f6nig Hagan erkannte schnell die Gefahren der nun vorherrschenden Finsternis f\u00fcr sein Volk und beschloss umgehend das Gebiet um den Greifenr\u00fccken mit uns heute unbekanntem Ziel zu verlassen. Viele Golonen h\u00f6rten seinen Ruf, doch nicht alle. Ob dies eine direkte Auswirkung der Finsternis war oder an anderen Gegebenheiten lag, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Jedenfalls sollen die vielen Schiffe Hagans von der K\u00fcste bis zum Horizont gereicht haben, weshalb man den Meeresarm weslich der Greifenleere heute noch Hagansgolf nennt. Heute finden wir die Golonen in Gybal-Sham auf der Yddia wieder.<br>Die auf der Estlichen Welt zur\u00fcckgebliebenen Golonen lebten in dieser gef\u00e4hrlichen Zeit friedvoll mit der Urbev\u00f6lkerung zusammen, besonders in den K\u00fcsten- und Flussgebieten des Sangu-Deltas. In der gesamten Region verschmolzen diese beiden V\u00f6lker zu einem.<br>Im Laufe der Finsternis kam es zu einer weiteren Verschmelzung. Die Wolsi der Estlichen Welt, die sich zu Beginn der Finsternis im Hochland im Ydd-Wes der Estlichen Welt befinden, verlie\u00dfen diese Region in Richtung Nor, wo wir heute ihr Reich Ena Wolsan finden. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre V\u00f6lkerwanderung sowie die zeitliche Dauer sind heute nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nach der Finsternis: Das Volk der Homiiden und der Greifenbund<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch diese beschriebene Verschmelzung der Ureinwohner zuerst mit Teilen der verbliebenen Golonen, sp\u00e4ter mit Teilen der verbliebenen Wolsi entsteht im Laufe der Finsternis ein Volk, das sich vom Greifenr\u00fccken aus \u00fcber die Greifenleere bis hin zum Hagansgolf erstreckt als auch Teile des Hochlandes Rudravid umfasst und heute als Homiiden bekannt sind. Es spricht Wolsisch, wenn auch mit einem eigenen, deutlichen Dialekt. Es gibt zwar einige gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte, allerdings ist ihre Kultur nicht sonderlich urban gepr\u00e4gt. Der Gro\u00dfteil lebt in famili\u00e4ren Strukturen, sesshaft auf H\u00f6fen oder kleineren D\u00f6rfern auf dem Land, besonders in den w\u00e4rmeren K\u00fcstenregionen, wo Str\u00f6mungen im Hagansgolf das sonst kalte Klima ertr\u00e4glicher machen.<br>Nichtsdestotrotz haben sich bis zum Ende der Finsternis einige gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte gebildet, namentlich Ashkalin, Naburit und Timoris, die allesamt in der Greifenleere liegen, als auch Meggoddin im Hochland von Rudravid sowie Lenduris und Greifenstein auf jeweils unterschiedlichen Seiten des Greifenr\u00fcckens. Kurze Zeit nach dem Ende der Finsternis erlangte die Stadt Ruthron auf der Insel Litaria ebenfalls Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herrscher \u00fcber Greifenstein, der deutlich gr\u00f6\u00dften Stadt der Region, schafften es in den folgenden Jahren die anderen St\u00e4dte in einem losen Verteidigungsb\u00fcndnis zu vereinen, dem so genannten Greifenbund, um sich vor \u00e4u\u00dferen Feinden zu sch\u00fctzen. Zu ihren Nachbarn hielten die Homiiden wenig Kontakt. Das durchaus zur Seefahrt begabte Volk musste zudem feststellen, dass die Meere jenseits der K\u00fcstenregion von einem solchen Nebel \u00fcberzogen waren, dass das Navigieren unm\u00f6glich war. Jene, die in diesen Nebel fuhren, kehrten nie wieder zur\u00fcck.<br>Der Greif hat eine besondere Stellung im Glauben der Homiiden, und das nicht nur in Form des \u203aGro\u00dfen Greifen\u2039, der Wolsor, den ersten Wols erschaffen haben soll. Sie gelten auf der einen Seite als Besch\u00fctzer des Landes. Die Sichtung der Tiere oder gar deren Federn, Krallen oder andere Teile ihres K\u00f6rpers sollen Gl\u00fcck, Wohlstand oder Liebe bringen. Auf der anderen Seite werden diese Wesen auch gef\u00fcrchtet, da sie sich h\u00e4ufiger gegen die Menschen wenden, ja sie sogar fressen w\u00fcrden.<br>Des Weiteren taucht der Greif in verschiedenen Legenden auf. Die Halbg\u00f6ttin Timoria soll auf einem solchen Tier geritten sein. Eine andere Sage besagt, dass in jeder der gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte sowie in Ruthron zum Ende der Finsternis ein Greif als Bote des wechselnden Zeitalters gesichtet wurde. Sowohl die Herrscher \u00fcber Greifenstein als auch die Priesterinnen von Timoris behaupten bis heute, dass sogar zwei Greifen in ihre Stadt gekommen seien.<\/p>\n\n\n\n<p>In den kommenden Jahrzehnten kam es immer wieder zu Konflikten zwischen den verschiedenen St\u00e4dten. So stritten sich seit dem Ende der Finsternis; besonders die St\u00e4dte Naburit und Timoris bekriegten sich \u00fcber verschiedene Bergbauregionen. Des weiteren stellte Timoris den F\u00fchrungsanspruch der Herrscher von Greifenstein \u00fcber den Greifenbund h\u00e4ufiger in Frage.<br>Im Jahre 33 nach der Finsternis verschwand der Nebel \u00fcber dem Endlosen Ozean. Wurde dieser Nebel von den Einheimischen oft als Barriere verstanden, der sie daran hinderte, das Wissen ihrer Vorfahren bez\u00fcglich der Seefahrt zu nutzen und Magira zu erkunden, so stellte er sich r\u00fcckblickend doch als Schutz gegen weitere V\u00f6lker heraus, die schneller mit den Homiiden in Kontakt traten, als es ihnen lieb war \u2026<br><strong>GREIFENR\u00dcCKEN UND GREIFENLEERE<\/strong><br>Teil I &#8211; Vor der Finsternis bis zum Verschwinden des Nebels<br>J\u00f6rg Meierotte<br>Mainz &amp; Wiesbaden, April &amp; Mai 2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00f6rg Meierotte \u00bbAuf der Westlichen Welt wurde der Fehler gemacht, dass alle, die dort mit ihren Magiragruppen begonnen haben, auf eine geschichts- und damit gesichtslose Landmasse stie\u00dfen. 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